2 1Da Vinci war ein leidenschaftlicher Netzwerker lange bevor der Begriff Networking die Popularität erlangte die er heute genießt Sobald er sich in ein neues Thema oder Projekt verbissen hatte zu dem ihm noch Informatio nen fehlten machte sich da Vinci auf die Suche nach Kollegen und Experten die seine Wissenslücken füllen konn ten Seine Notizbücher sind voll mit Namen unterschiedlichster Fachleute die er unbedingt treffen wollte Er schien damals schon intuitiv gewusst zu haben wie wichtig das richtige soziale Netzwerk für unseren beruflichen Erfolg ist Da Vinci schuf sich an all seinen Wirkungsstätten ein inspirierendes Umfeld aus den führenden Persönlich keiten Künstlern und Wissenschaftlern seiner Zeit Diese Netzwerke und Kooperationen ermöglichten es ihm seine Gedanken und Ideen schneller weiterzuentwickeln Lange Zeit glaubten Wissenschaftler dass da Vincis Ideen das Resultat seines einzigartigen Erfindergeists waren Später zeigte sich jedoch dass viele seiner Ideen im Original gar nicht von ihm stammten So lassen sich zahlreiche seiner Konstruktionen in ähnlicher Form bereits bei anderen Renaissance Erfindern entdecken Da Vinci scheute sich also nicht davor auf fremde Ideen zurückzugreifen und sie für sich zu nutzen Dabei ging es ihm jedoch nie um blinde Nachahmung Wenn er sich intensiver mit einer fremden Idee befasste tat er das immer mit der Absicht diese zu verbes sern und zu perfektionieren Gerade die Art und Weise wie da Vinci be stehende Stile Theorien und Techniken hinterfragte überdachte und ver besserte zeigt die Brillanz und Zielstrebigkeit seines innovativen Geistes UMGIB DICH MIT INSPIRIERENDEN MENSCHEN BAUE AUF DEN IDEEN ANDERER AUF 3Da Vinci war ein begeisterter Notizbuchschreiber und praktizierte das Denken mit dem Stift Als Ideenjäger wusste er dass der nächste zündende Einfall überall auf ihn warten konnte Deshalb trug er immer ein kleines Notizbuch bei sich So stellte er sicher dass er all seine Beobachtungen und Gedanken zu jedem Zeitpunkt auf schreiben und bei Bedarf schnell auf sie zurückkommen konnte Auf Tausenden Notizbuchseiten hielt da Vinci alles fest was er beobachtete und was ihn bewegte seien es Ideen Studien Zeichnungen oder persönliche Erfahrungen Er wusste von der Flüchtigkeit unserer Ge danken und wollte deshalb so viele Dinge wie möglich festhalten Die Themenvielfalt in seinen Notizbüchern erleichterte es ihm später innovative Verbindungen zwischen weit entfernten Themengebieten herzustellen DENKE MIT DEM STIFT IN DER HAND 4Um neue Erkenntnisse für seine Flugstudien zu gewinnen kam da Vinci auf die ungewöhnliche Idee Fische im Wasser zu studieren Dabei ent deckte er dass sich die Strömungen des Wassers und der Luft stark ähneln und machte sich diese Entdeckung für seine Flugmaschinen zunutze In dieser als Querdenken bekannten Disziplin war da Vinci unschlagbar Er besaß die Fähigkeit Ver bindungen zwischen Dingen herzustellen die auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen Dank dieser Denkweise gelang es ihm auch die Ausbreitung des Schalls mit Wel len im Wasser und die Funktion der Herzklappen mithilfe von Schleusentoren zu erklären Indem da Vinci Bereichsgrenzen bewusst ignorierte und unterschiedliche Disziplinen verknüpfte gelang te er zu seinen bahnbrechendsten Innovationen VERBINDE DAS UNVERBUNDENE in bewegung 55

Vorschau Schaeffler tomorrow 03-2018 DE Seite 55
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