03 000 30 000 300 000 Weltraum Simulation in der Wüste Der Experte Mit fünf Jahren besuchte Claas Olthoff mit seinem Vater das Kennedy Space Center in Florida Seitdem lässt ihn die Raumfahrt nicht mehr los Nach Studium und Promotion an der Technischen Universität München zieht es ihn als Post Doc in die USA Ans Johnson Space Center der NASA in Houston Für ein paar Jahre würde er gerne auf dem Mars wohnen Aber dauerhaft in einem klimatisierten Habitat leben Nein danke Womöglich noch in einer Höhle zum Schutz vor der Weltraumstrahlung Schon jetzt vermisst er in Texas die deutschen Jahreszeiten soll Elon Musks geplante futuristische Stadt auf dem Mars kosten Bis 2050 will der SpaceX Chef eine Kolonie auf dem Roten Planeten bauen die bis zu 1 Mio Menschen beherbergen soll In der Wüste unter Wasser oder in Höhlen rund um den Erdball bereiten sich Astronauten in Trainingscamps auf den Aufbruch zum Mars vor Beispiel Oman Sechs sogenannte Analog Astronauten des Österreichischen Weltraum Forums simulierten dort drei Wochen lang abseits jeglicher Zivilisation die Bedingungen auf dem Mars mit Raupenfahrzeug Iglu förmigen Zelten Helmen mit Solarenergie 3D Drucker für die Ersatzteilproduktion und eigenem Gemüseanbau Die NASA übt dagegen auch im Meer In 20 Meter Tiefe vor der Küste Floridas Ein bis zwei Wochen bleiben die Astronauten in einer 37 Quadratmeter großen Kapsel Unter Wasser simulieren sie Schwerkraftumgebungen wie im All Ein wenig anders sieht das Weltraumtraining in Höhlensystemen in Slowenien oder Sardinien aus Bei einem Projekt der ESA müssen Astronauten in ungewöhnlicher Umgebung verschiedene Aufgaben erfüllen Völlig autonom und auf engstem Raum Teilnehmer berichten so müsse es sich auf anderen Planeten anfühlen Genauso geht es eigentlich allen Raumfahrern die für ein autarkes Leben im Weltall trainieren Egal ob in hawaiianischer Gerölllandschaft oder in der Wüste Gobi in China Foto rechts Claas Olthoff Studien besagen dass man mindestens 100 bis 200 Personen braucht um eine autarke Kolonie auf dem Mars zu gründen Technisch sei das möglich Es müsse nur genug Leute geben die das bezahlen Wie viele Menschen auf dem Mars tatsächlich leben könnten vermag Olthoff nicht zu sagen Der menschliche Körper hat sich durch die Evolution an die Umgebung auf der Erdoberfläche angepasst Die gleichen Bedingungen gibt es nirgendwo im Sonnensystem Es wird also immer eine Art von Lebenserhaltungssystem auf anderen Planeten für die Menschen geben müssen Ob diese Technologien auf Größenordnungen von mehreren Milliarden Menschen skaliert werden können lasse sich derzeit nicht vorhersagen höher als auf der Erde ist die Strahlenbelastung auf dem Mars im Weltall sogar 300 mal höher Mindestens 70 Prozent der galaktischen kosmischen Strahlung dringen durch die üblichen Außenwände eines Raumschiffs 100 mal Bis zu 10 Bio Merkur Venus Erde Mars Jupiter Saturn Uranus Neptun Dauer eines Planetentages 84 456 58 81 349 947 243 7 in Minuten Tagen 1 436 1 1 477 1 03 647 0 45 1 034 0 72 966 0 67 595 0 41 77 Ausblick

Vorschau Schaeffler_tomorrow_01-2020_DE Seite 77
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